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Mundgesundheit = Allgemeingesundheit – Titelbild Blogbeitrag Akademie Mundgesundheit
Akademie Mundgesundheit

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Mundgesundheit = Allgemeingesundheit

Warum Mundgesundheit ein globales Gesundheitsthema ist

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit gehören untrennbar zusammen. Ein gesunder Mund ist mehr als ein schönes Lächeln, er ist ein Spiegel unserer Gesamtgesundheit. Trotzdem wird Mundgesundheit im globalen Gesundheitsdiskurs oft übersehen. Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache.

Die am weitesten verbreitete Erkrankung der Welt

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 3,5 Milliarden Menschen von Munderkrankungen betroffen, fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Unbehandelte Karies ist die häufigste nicht übertragbare Erkrankung überhaupt. Hinzu kommen schwere Parodontalerkrankungen, Zahnverlust und Mundhöhlenkrebs.

Besonders betroffen sind Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Dort fehlt häufig der Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung, zu Prävention und oft schon zu grundlegender Aufklärung. Drei von vier Betroffenen leben in diesen Regionen.

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit: 3,5 Milliarden Menschen weltweit leiden an Munderkrankungen, dargestellt als Zahn-Icons, Quelle WHO

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit: Der Mund ist keine Insel

Munderkrankungen bleiben selten auf den Mund beschränkt. Die Forschung zeigt enge Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und Allgemeingesundheit:

  • Diabetes: Parodontitis und Diabetes beeinflussen sich gegenseitig. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung erschwert die Blutzuckereinstellung, ein schlecht eingestellter Diabetes verschlimmert die Parodontitis.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Chronische Entzündungen im Mundraum stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Schwangerschaft: Schwere Parodontitis wird mit Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht.
  • Ernährung und Lebensqualität: Wer unter Zahnschmerzen leidet oder Zähne verliert, kann schlechter kauen, sprechen und arbeiten. Kinder fehlen in der Schule, Erwachsene im Beruf.

Munderkrankungen teilen zudem dieselben Risikofaktoren wie viele andere chronische Erkrankungen: Zucker, Tabak, Alkohol. Wer Mundgesundheit fördert, fördert deshalb immer auch die Allgemeingesundheit.

Ein Thema globaler Gerechtigkeit

Das Paradoxe: Die meisten Munderkrankungen sind vermeidbar oder in frühen Stadien gut behandelbar. Prävention ist einfach und kostengünstig. Trotzdem gehören zahnmedizinische Behandlungen weltweit zu den Leistungen, die Menschen am häufigsten aus eigener Tasche zahlen müssen. Für viele Familien bedeutet das: Behandlung oder Verzicht.

Die WHO hat darauf reagiert und Mundgesundheit mit ihrer globalen Strategie fest auf die gesundheitspolitische Agenda gesetzt. Das Ziel: eine flächendeckende Grundversorgung bis 2030. Damit dieses Ziel erreichbar wird, braucht es mehr als politische Beschlüsse. Es braucht Menschen, die Wissen weitergeben, Strukturen aufbauen und dort helfen, wo Versorgung fehlt.

Was wir als Akademie Mundgesundheit tun

Genau hier setzen wir an. Die Akademie Mundgesundheit verbindet Zahnärztinnen und Zahnärzte, Ärztinnen und Ärzte, zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Organisationen und Firmen im Gesundheitswesen zu einem Interessenverband. Gemeinsam teilen wir unser fachliches Wissen, um weltweit die Mundgesundheit zu fördern.

Mit Hilfseinsätzen im Ausland, der Ausbildung von Gesundheitserzieherinnen und Gesundheitserziehern vor Ort und der Unterstützung zahnärztlicher Ausbildung, etwa in unseren Projekten in Malehice und Mosambik, verbessern wir die Lebensqualität von Menschen, die keinen Zugang zu adäquater zahnärztlicher Betreuung haben.

Denn Mundgesundheit ist kein Luxus. Sie ist ein Grundbaustein von Gesundheit, überall auf der Welt.

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